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Flachdach-Montagesystem

Ein Flachdach-Montagesystem ist eine technische Unterkonstruktion, die speziell für die Befestigung von Photovoltaikanlagen auf Dächern mit einer geringen Neigung (in der Regel bis zu 5 Grad) entwickelt wurde. Kurz gesagt bezeichnet es die mechanische Halterung, welche die Solarmodule im optimalen Winkel ausrichtet und stabil auf der Dachfläche fixiert.

Auf den Punkt gebracht: Da Flachdächer von Natur aus kein Gefälle für die optimale Sonneneinstrahlung aufweisen, übernimmt das Montagesystem die notwendige Schrägstellung der Module. Es sorgt für den mechanischen Halt und bildet die physikalische Schnittstelle zwischen der Dachhaut und der PV-Anlage.

Technische Funktionsweise und Varianten

Flachdach-Montagesysteme bestehen meist aus korrosionsbeständigem Aluminium und Edelstahl. Sie basieren konstruktionsbedingt auf unterschiedlichen Ansätzen zur Fixierung und Ausrichtung, um den baulichen Gegebenheiten des jeweiligen Gebäudes gerecht zu werden.

Bei der Ausrichtung wird im Wesentlichen zwischen zwei aerodynamischen Varianten unterschieden: der klassischen Süd-Aufständerung und der Ost-West-Aufständerung. Die bauliche Fixierung erfolgt entweder durch eine direkte mechanische Verankerung im Dachuntergrund oder – weitaus häufiger – durch eine ballastierte Aufstellung. Bei Letzterer wird das System ohne Durchdringung der Dachhaut aufgestellt und rein durch das Eigengewicht sowie durch Beschwerungsmaterial (wie Betonsteine) in Kombination mit Windleitblechen (sogenannten Deflektoren) gegen Windlasten gesichert.

Technische Eigenschaften und Eigenschaften im Überblick

Die Eigenschaften von Unterkonstruktionen für flache Dachsegmente bestimmen maßgeblich die statischen Anforderungen des Gesamtsystems:

  • Lastenverteilung und Statik: Ballastierte Systeme erfordern keine Perforation der Dachabdichtung, erhöhen jedoch das Gesamtgewicht pro Quadratmeter. Die Einhaltung der zulässigen Dachlasten ist hierbei die zentrale statische Kenngröße.
  • Aerodynamik: Moderne Konstruktionen nutzen strömungsoptimierte Bauteile und Windsplitter auf der Rückseite, um den Windsog zu minimieren und den erforderlichen Ballast so gering wie möglich zu halten.
  • Reihenabstand und Verschattung: Bei einseitigen Ausrichtungen (Südsystemen) muss ein mathematisch definierter Reihenabstand eingehalten werden, um zu verhindern, dass die vordere Modulreihe bei flachem Sonnenstand einen Schatten auf die dahinterliegende Reihe wirft.

Faktoren für die Material- und Systemauswahl

Die Auswahl des passenden Systems hängt primär von den Spezifikationen des Daches ab. Dazu gehören die Art der Dachhaut (Bitumen, Folie, Trapezblech oder Beton), die maximale Traglastreserve des Gebäudes sowie die regionalen Wind- und Schneelastzonen nach DIN EN 1991 (Eurocode 1). Für die langfristige Anlagenintegrität sind zudem Materialkompatibilitäten zur Vermeidung von Kontaktkorrosion sowie die Verwendung von Bautenschutzmatten zur Schonung der Dachfolie relevante technische Parameter. Die finale Bewertung der statischen Eignung und die Auswahl der konkreten Systemkomponenten obliegen stets dem ausführenden Fachbetrieb oder dem zuständigen Statiker auf Basis der individuellen Projektdaten.

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